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Riesling als Aperitif: Warum gerade diese Rebsorte?

Säure, klare Frucht, wenig Gewicht: Warum Riesling die Basis von ODE ist und was Rheinhessen und Winzer Nico Espenschied damit zu tun haben.

Text: ODE11. Oktober 20264 Min. Lesezeit

Riesling als Aperitif: Warum gerade diese Rebsorte?
Riesling als Aperitif: Warum gerade diese Rebsorte?

Riesling eignet sich als Aperitif-Basis, weil er drei Dinge mitbringt: kräftige Säure, klare Frucht und wenig Schwere. Die Säure hält Süße und Bitterkeit im Gleichgewicht, die Frucht trägt Zitrus und Kräuter. Deshalb steht unter beiden ODE-Aperitifs ein Riesling aus Rheinhessen.

Was macht Riesling als Rebsorte aus?

Riesling ist eine weiße Rebsorte, die für ihre ausgeprägte Säure bekannt ist. Typische Noten sind Zitrus, grüner Apfel und Steinobst wie Pfirsich oder Aprikose. Je nach Lage und Ausbau kommen mineralische oder würzige Töne dazu.

Eine Besonderheit: Riesling kann Restsüße tragen und trotzdem frisch schmecken. Die Säure gleicht die Süße aus. Genau diese Spannung brauchen wir für einen Aperitif. Er soll Frucht und etwas Süße haben, aber nie klebrig wirken.

Warum zählt Säure im Aperitif so viel?

Ein Aperitif kommt vor dem Essen, in der Stunde nach der Arbeit, wenn der Geschmack noch frisch ist. Ein süßes Getränk ohne Säure liegt in diesem Moment schwer auf der Zunge. Mit Säure bleibt es lebendig, und man hat Lust auf den nächsten Bissen.

In ODE Bright Lemon spürst du die Süße, aber die Zitrussäure hält dagegen. Ein Teil dieser Säure kommt aus den Zitronen – sieben Sorten, darunter Amalfi- und Cedro-Zitrone und Bergamotte. Ein anderer Teil kommt aus dem Riesling selbst. Beide zusammen sorgen dafür, dass 13,6 g Zucker je 100 ml nicht nach Sirup schmecken.

Auch in der Nase passen Rebsorte und Rezeptur zusammen. Bei Bright Lemon stehen Amalfi-Zitrone und Bergamotte vorn, dahinter Pfirsich – Noten, die man auch aus vielen Rieslingen kennt. Thymian und Rosmarin kommen erst im Abgang. Der Wein bildet dabei den Rahmen, in dem sich die Botanicals ordnen, statt durcheinanderzureden.

Riesling – eine deutsche Rebsorte

Riesling gilt als die wichtigste Rebsorte Deutschlands. Nirgends wird so viel davon angebaut wie hier, von der Mosel über den Rheingau und die Pfalz bis nach Rheinhessen. Die kühleren Lagen im Norden der Weinwelt passen zu ihm: Die Trauben reifen langsam und behalten ihre Säure.

Für eine Berliner Marke lag das nahe: ein Aperitif, der auf einer Rebsorte steht, die hier zu Hause ist.

Warum Rheinhessen und Nico Espenschied?

Rheinhessen ist das größte Weinanbaugebiet Deutschlands. Es liegt im Bogen des Rheins zwischen Mainz, Bingen und Worms. Unser Riesling kommt von Winzer Nico Espenschied aus dieser Region.

Mit ihm arbeiten wir nicht nur für Bright Lemon und Ruby Wood zusammen, sondern auch für Secco Secco, einen halbtrockenen Perlwein auf Riesling-Basis. Die Essenzen für ODE entstehen getrennt davon in unserem ODE/LAB in Berlin. Wein und Essenz kommen also aus zwei Welten: der Wein aus dem Weinberg, die Essenzen aus dem Labor in der Stadt. Wer wir sind und wie das zusammenkam, steht unter Über uns.

Warum nicht einfach Wasser oder Neutralalkohol?

Wir haben es probiert. Die erste Rezeptur, GSB8, war auf Wasser aufgebaut und schmeckte wässrig. Erst als wir das Wasser durch Wein ersetzt haben, hatten die Botanicals einen Körper, an dem sie sich festhalten konnten. Wein bringt Säure, Struktur und eigene Frucht mit. Wasser bringt nichts davon. Den Unterschied zu Likör, Wermut und Bitter erklären wir in Was ist ein Wein-Aperitif?

Auch Ruby Wood ist Riesling

Ruby Wood ist dunkelrot und wird deshalb oft für einen Rotwein-Aperitif gehalten. Die Farbe kommt aber aus den Botanicals, vor allem aus Rotsandelholz und Hibiskus. Die Basis ist auch hier Riesling. Der Überblick über alle drei:

Produkt Basis Alkohol Zucker je 100 ml
ODE Bright Lemon Riesling 18,5 % Vol. 13,6 g
ODE Ruby Wood Riesling 18,5 % Vol. 9,5 g
Secco Secco (Perlwein) Riesling 11 % Vol. 1,5 g

Bei Ruby Wood merkst du den Riesling vor allem an der Frische unter den kräftigen, bitteren Noten von Bitterorange, Enzian und Chinarinde. Mehr dazu auf der Seite von Ruby Wood.

Wie servierst du einen Aperitif auf Riesling-Basis?

So, wie du einen Riesling servieren würdest: kalt. Ungeöffnet steht die Flasche kühl und dunkel, geöffnet gehört sie in den Kühlschrank, wo sie etwa drei Monate hält. Im Glas dann:

  • Glas randvoll Eis
  • 10 cl Tonic
  • 5 cl ODE

Für alle, die Säure mögen, geht Bright Lemon auch pur: 6 cl auf Eis, sonst nichts. Der häufigste Fehler ist zu wenig Kälte. Über etwa 12 °C verliert der Riesling seine Spannung, und Bright Lemon wird breit.

Wie viel Riesling in einem Aperitif stecken kann, schmeckst du am deutlichsten pur auf Eis – mit einer Flasche ODE Bright Lemon.

ODE