Warum ODE

Die Arbeit steckt im Glas, nicht im Beipackzettel. Fünf Entscheidungen erklären, warum ODE anders schmeckt als das, was sonst im Aperitif-Regal steht. Jede davon hat einen Nachteil — der steht hier mit dabei.

Wasser ist für Blumen

Ein industrieller Aperitif besteht im Kern aus Wasser, Zucker, Farbstoff und Aroma. Das ist billig, lagerstabil und schmeckt überall gleich. ODE fängt stattdessen mit Riesling von Nico Espenschied aus Rheinhessen an — der bringt Säure, Struktur und Aromatik schon mit, bevor irgendetwas dazukommt. Der Nachteil: Wein schwankt von Jahrgang zu Jahrgang. Wir justieren nach, statt ihn mit Zucker einzuebnen.

Eine Zitrone reicht nicht. Wir nehmen sieben.

Amalfi bringt Süße, Cedro die Schale, Bergamotte die Bitterkeit — dazu vier weitere Sorten. Einzeln schmeckt jede nach Zitrone, zusammen ergeben sie eine Zitronenwelt mit Tiefe statt einer flachen Aromanote. Der Nachteil: sieben Rohstoffe statt eines Aromas heißt sieben Lieferketten und sieben Preise.

Kein Zuckerfarbstoff

Die Farbe vieler Aperitifs kommt aus dem Sack, nicht aus der Frucht. Bei ODE gibt es keinen Farbstoff, keine künstlichen Aromen und keine Stabilisatoren. Die Bitterstoffe stammen aus Wurzeln und Rinden, die Sulfite aus dem Wein. Der Nachteil: ohne Stabilisatoren reagiert die Farbe auf Licht.

Dunkles Glas ist kein Designgag

Weil ODE ohne Stabilisatoren auskommt, braucht die Farbe Schutz vor Licht. Die dunkle Flasche ist also die Folge einer Rezepturentscheidung, nicht ihr Ausgangspunkt. Der Nachteil: man sieht nicht, wie viel noch drin ist.

Die Kugel ist aus Holz, weil Plastik nicht ging

Vollholz, in Deutschland gedreht, einzeln aufgesetzt. Für ein Produkt, das ohne künstliche Zusätze auskommen will, kam ein Plastikaufsatz nicht infrage — also gibt es dafür inzwischen eine eigene Fertigungsstraße in Berlin. Der Nachteil: jede Kugel muss einzeln verklebt und angedrückt werden.

Nicht behauptet. Nachgezählt.

650 Rohstoffe analysiert, bevor das Rezept stand. 83 Versuche bis zum fertigen Bright Lemon. Zweieinhalb Jahre Entwicklung, bevor die erste Flasche verkauft wurde. Null Investoren, null Agenturen, null Lizenzproduktion.